03. 07. 2008

45. Internationaler Chorwettbewerb in Spittal an der Drau vom 3. – 7. Juli 2008

Am Donnerstag in der Früh startete unser Österreich-Abenteuer auf dem Inseli in Luzern. Bus und Chauffeur standen bereit um noch die Letzten an Bord zu nehmen, bevor die lange Fahrt nach Spittal begann. Während die einen noch ein wenig Schlaf nachholten, nahmen andere bereits am Jasstisch platz. Nach etwa acht Stunden und drei kurzen Stopps erreichten wir schliesslich am späten Nachmittag unser Ziel und bezogen unsere Zimmer im gemütlichen Hotel Ertl, das wir mit einem Chor aus Schweden teilten. Da am folgenden Abend bereits der erste Wettbewerbsauftritt auf dem Programm stand, probten wir nach dem ersten Abendessen noch ein paar heikle Stellen, bevor wir uns zum Eröffnungskonzert des Singkreis Porcia ins gleichnamige Schloss begaben. Dort begegneten wir unseren Mitstreitern aus neun verschiedenen Ländern und kamen so richtig in Festivalsstimmung.
Der folgende Tag stand dann im Zeichen der letzten Vorbereitungen. Nach Stellproben in beiden Wettbewerbslokalen und weiterer Detailarbeit im hoteleigenen Proberaum präparierten wir uns auch noch in Sachen Kleidung für den Volksliedbewerb am Abend. Und dann war der Grosse Moment auch schon da. Kurz nach acht Uhr präsentierten wir uns im Schlosshof Porcia ein erstes Mal dem österreichischen Publikum und natürlich auch den vier Juroren. Nach gelungener Darbietung verfolgten wir von der Schlossgallerie die Auftritte der restlichen Chöre und warteten danach gespannt auf die Resultate, die den Anwesenden nach einer längeren Pause vom Jurypräsidenten vorgelegt wurden. Gross war die Freude, als wir uns, nur von zwei Chören geschlagen, auf dem dritten Rang wiederfanden. Glücklich über diesen ersten Erfolg und guten Mutes für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs schlenderten wir zurück zum Hotel.
Am nächsten Morgen folgte dann der erste Teil des Kunstliedbewerbes. Im Stadtsaal trugen wir die drei Pflichtstücke vor, wobei besonders das eigens für den Anlass komponierte „Sgelo“ von Felix Resch eine Herausforderung darstellte. Obwohl diesmal nicht alles ganz so reibungslos verlief, durften wir mit unserer Leistung doch zufrieden sein. Am Nachmittag probten wir sogleich weiter für den letzten entscheidenden Wettbewerbsauftritt auf Schloss Porcia. Dann war es wieder so weit und wir gaben noch einmal alles. Zufrieden über das Gezeigte warteten wir auf die Ranglistenverkündung. Die angestaute Nervosität löste sich schlagartig, als der Juryvorsitzende den zweiten Rang von molto cantabile verkündete. Der Jubel war riesig, mussten wir uns diesmal nur noch dem Chor aus Slowenien geschlagen geben. Danach fielen wir alle völlig erschöpft ins weiche Bett, um für den letzten nicht weniger anstrengenden Tag wieder Energie zu tanken.
Den Sonntag begannen wir nach dem Frühstück mit der Fahrt nach Seeboden, wo wir den Gottesdienst musikalisch begleiten durften. Nach dem anschliessenden offenen Singen folgte am Nachmittag eine letzte Probe und am Abend schliesslich das Konzert der Preisträger, wo wir aufgrund unserer Leistungen gleich zweimal auftreten durften und sogar noch den Publikumspreis entgegennehmen konnten. Dieser wurde dann am Abschlussfest so richtig gefeiert.
Erschöpft und überglücklich verliessen wir Spittal am nächsten Morgen in Richtung Heimat.