07. Jun 2010

Porbelager 09/10 in Stein am Rhein

Molto-Lagerbericht (27.12.2009 – 3.1.2010)

Lange verschollen, fast schon ganz vergessen und nun letztendlich doch noch in voller Länge erschienen: der ultimative Molto-Lagerbericht 2009–2010.

Am Morgen des 27. Dezembers 2009 machten sich die singfreudigen, gut gelaunten und höchst motivierten Moltos auf Richtung Stein am Rhein (Schaffhausen). Kaum in unserem super Lagerhaus angekommen, galt es das Proberaum-Problem zu lösen. Eine Raum-Alternative zum Hauskino wurde aber schnell gefunden und hatte mit den beiden Nachbarn Apotheke (Emser-Tabletten) und Glühweinstand auch alles, was unser Herz begehrte.
So war dann auch alles bereit, um mit den Proben loszulegen. Die Werke von Schnittke und Nana Forte waren anfangs ganz schön gewöhnungsbedürftig, worunter anscheinend auch die Nachbarn zu leiden hatten. Gegen Ende des Lagers, waren unsere russische Aussprache, sowie die sich reibenden Klänge dann aber schon um einiges weniger „ätzend“. ;)
Nach den strengen Proben waren am Abend jeweils Spiel und Spass, sowie auch religiöse Diskussionen angesagt. Nach täglichen Debatten mit unseren freikirchlichen Mitbewohnern wissen wir nun unter anderem, dass die Frau nicht minderwertig ist, nur weil sie aus einer Rippe des Mannes geschaffen wurde. Wir bedauern aber, dass das Zeichen Gottes uns immer noch nicht erreicht hat und dass sich von uns deswegen (noch) niemand konvertieren liess.
Nach diesen nächtlichen Diskussionen, schöpften wir am Morgen jeweils nach eigener Molto-Meditations-Manier, dem Qui Gong im staubigen Kino, neue Kraft für die bevorstehenden Proben. Böse Zungen munkeln, dass dabei aber gewisse Personen vor allem mit ihrer Abwesenheit glänzten…
Nach dem feinen Zmorge von unserer *****-Küche, welche uns übrigens während der ganzen Woche super-fein bekocht hat (Merci viel mal!!!), ging es jeweils darum den Hindernislauf „Morgentoilette“ zu absolvieren. Die wenigen engen Duschen, die WCs mit Querbalken und die Mini-Lavabos konnten jedoch auch die Grössten von uns nicht abschrecken, wobei anschliessend einige Beulen von sportlichem Ehrgeiz zeugten.
Die Tage vergingen wie im Flug und bald schon stand die Silvesternacht vor der Tür. Mit Kino-Disco, Tischbomben, Neujahrs-Gesang, Silvester-Drinks und viel, viel Spass rutschten wir ins neue Jahrzehnt. Dank Brunch und Theo’s Pfeilbogen- und Blasrohr-Kursen starteten wir am nächsten Morgen alle frisch und munter ins 2010.
Zwei Tage später hiess es dann auch schon Abschied nehmen vom schönen mittelalterlichen Städtchen am Rhein. Die Klänge von Nana Forte, Strauss und Alfred Schnittke blieben uns noch lange im Kopf, wie auch die Erinnerungen an diese unvergessliche Lagerwoche.

In diesem Sinne: All-j-luu-ija (*frei nach Sergej)

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